Der Herr der Ringe: Legolas und Gimli

von Benjamin Bächle

"Legolas, Freund, sei mir gegrüßt!

Weißt du, was mir die Nacht versüßt?

Sind Uruk-Hai auch noch so mächtig,

ist ihr Erbsenhirn nicht grade prächtig!

Zehntausend Feinde weniger drei

bringt mir meine Axt herbei!“

 

Helms Klamms Retter wirst du genannt

bis ans Ende aller Zeiten!

Doch werden meine Taten erst bekannt,

werd' auf dem höchsten Ross ich reiten!

Während Gimli Gloinsohn

drei Uruks mit der Axt zerhauen,

schütze Legolas des Königs Thron -

auf siebzehn Leichen kann er schauen!“

 

„Rühm' dich nur in deinem Glanz

mit deiner Elbenarroganz!

Von hinten mit dem Bogen schießen,

statt im Nahkampf Blut vergießen,

das ist eine feine Art -

sieh' nur das Blut an meinem Bart!“

 

So viel Bart haben die Zwerge

da ist dies nicht besonders schwierig!

Mein Freund Gimli, Herr der Berge,

mein Bogen ist nach Blut sehr gierig!“

 

Auf meinen Bart verspürst du Neid,

du Elbenprinz, der nicht gescheit!

Lass' einen Wettkampf uns bestreiten,

wer die meisten Leichen kann bereiten!“

 

Herr Zwerg, seid Ihr denn noch bei Sinnen?“

 

  „Hast du Angst, ich werd' gewinnen?“

 

Ich allein' schütz' diese Zinnen!“

 

„Fang' jetzt bloß nicht an zu spinnen!“

 

So lasse den Wettkampf uns beginnen!